Marieke Spaans (Amsterdam, *1972) gehört zu den renommiertesten Cembalistinnen ihrer Generation. Ihr Spiel verbindet subjektive Spontaneität mit musikalischem Ausdruck und gründlichen Kenntnissen von Ausdrucksweisen vergangener Zeiten. Die Betonung und Offenlegung von Eigengesetzlichkeiten der verschiedenen musikalischen Epochen ist dabei ebenso ihr Anliegen wie der Transfer solcher Ideen in die Jetzt-Zeit. Hierdurch werden ihre Konzerte zu Augenblicken ‚gelebter Geschichte‘ – zu funkelnden musikalischen Momenten.
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20.05.2026, 19:00 Uhr Haus der Musik, Stuttgart
KlangSchätze Konzert
Linde Brunmayr-Tutz - Traversflöte
Werner Matzke - Violoncello
Marieke Spaans - Cembalo von Ring, 1700
"Ein musikalisches Ratespiel"
An diesem Abend erklingen Werke von Johann Sebastian Bach in verschiedenen Triobesetzungen, spielbar mit Traversflöte, Violoncello und Cembalo. Bach war ein praktisch orientierter Komponist und schrieb bereits komponierte Werke für neue Kombinationen von Instrumenten um. Auch bezog er gerne seine Söhne in diese Kompositionsprozesse ein: Der Vater schrieb einen Bass, die Söhne komponierten die zwei Solostimmen dazu. In seiner hohen Kunst des Kontrapunkts sollten alle Stimmen gesanglich und interessant klingen und gleichzeitig gut harmonieren, eine Art musikalisches Rätselspiel, an dem die jungen Söhne sicherlich viel Spaß hatten. Zu hören ist das im Jahr 1700 erbaute Cembalo von Friedrich Ring aus der Sammlung des Landesmuseums Württemberg, das mit seinem klaren und robusten Klang ein passender Partner für das lebendige Konzertprogramm ist.